CDU Kreisverband Barnim

Geldsegen für Denkmalschutzprojekte in Uckermark und Barnim

Bundesfördermittel fließen nach Greiffenberg, Casekow, Templin und Eberswalde

Gleich vier Projekte aus der regionalen Denkmallandschaft werden in diesem Jahr vom Bund mit Fördermitteln unterstützt. Über die Mittelfreigabe des Haushaltsausschusses für das Denkmalschutzsonderprogramm des Bundes, informiert der direkt gewählte CDU Bundestagsabgeordnete für Uckermark und Barnim Jens Koeppen: 


„Es ist mir eine große Freude, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Mittel für das Denkmalschutzsonderprogramm X für das Jahr 2021 freigegeben hat. In unserer Region unterstützt der Bund insgesamt vier Projekte, darunter die Kirche in Greiffenberg, den Blumberger Saal im Waldgut Blumberg, die Johanniskirche in Eberswalde sowie die Dorfkirche in Dargersdorf bei Templin, wie mir meine Kollegin und Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters mitteilte. 

Insgesamt fließen bis zu 942.000 Euro Fördermittel vom Bund in die Denkmallandschaft unserer Region. Die zusätzlichen Bundesmittel, die durch Kofinanzierung in mindestens gleicher Höhe von Ländern, Kommunen, Eigentümern und engagierten Projektträgern ergänzt werden, kommen letztendlich auch kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben zugute. 

Ich bin sehr froh, dass der Bund mit seinem kontinuierlichen finanziellen Beitrag den Erhalt vier weiterer Denkmäler in meinem Wahlkreis nachhaltig sichert. Er untermauert mit seinem Engagement für die Kulturpolitik trotz der schwierigen Haushaltslage seine Wertschätzung gegenüber den kulturell bedeutsamen Denkmälern und historischen Orgeln.  

Die geförderten Projekte im Einzelnen:

Kirche Greiffenberg (89.000 €):

Die Kirche in Greiffenberg, ursprünglich ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, wurde die Kirche von 1723/24 unter Verwendung des alten Feldsteinbaus grundlegend neu errichtet. Über dem Westgiebel befindet sich ein Glockenturm in Fachwerkbauweise, mit Schieferplatten verkleidet. Die Laterne oberhalb der Glockenstube ist mit einer Holzschalung versehen. Die Sanierung des Greiffenberger Turmes ist derzeit das wichtigste Bauvorhaben auf dem Gebiet des Kirchenkreises. Bereits seit Juli 2019 erfolgt die dringend erforderliche und seit langer Zeit überfällige Sanierung des Glockenturms als ortsbildprägendes und identitätsstiftendes Denkmal. Nun kann mit den Bundesmittel die Turmsanierung erfolgreich beendet werden. 

Saal Blumberg (182.000 €):

Die Gutsanlage, bestehend aus Gutshaus, Wirtschaftsgebäuden, Hofflächen, Park und Landschaftsgarten wurde großteils zwischen 1802 und 1806 errichtet und ist kunsthistorisch ein her-ausragendes Beispiel des Übergangs vom Barock zum Klassizismus des preußischen Landbaustils, umgeben von einer nach Peter Joseph Lenné entworfenen Parklandschaft. Mit der Unter-stützung durch Fördermittel aus dem Denkmalschutzsonderpro-gramm des Bundes wird hier einer der markantesten Säle der Uckermark wiederbelebt werden. Der vollunterkellerte Saalbau hat eine Grundfläche von ca. 400 m² und besitzt eine Länge von fast 45 m, die auf beiden Seiten des Saales von 11 Flügelfenstern und jeweils einer Außentür unterteilt wird. Mit der Sanierung des Saals wird es der Familie von der Osten gelingen können, die historische Nutzung als atmosphärisch anregendem und in der Ost-Uckermark einzigartigem Raum für kulturelle und gesellige Veranstaltungen wieder zu ermöglichen. 

Kirche Dargersdorf Templin (260.000 €):

Die Fachwerkkirche in Dargersdorf ist 1741 erbaut und ein ganz besonderes Schmuckstück im Ortsteil von Templin. Mit Hilfe der Bundesfördermittel können nun umfangreiche Sanierungsarbeiten starten.

Johanniskirche Eberswalde (411.000 €):

Die Evangelische Kirche St. Johannis ist als Backsteingebäude im neugotischen Stil errichtet und verfügt über ein Haupt- und ein Nebenschiff. Der am Hauptschiff angesetzte 41 m hohe Glockenturm an der Südostseite zeichnet die besondere Charakteristik des Gebäudes aus. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche erheblich zerstört. Trotz zahlreicher Umgestaltungs- und Renovierungsarbeiten bis in die 90er Jahre ist der aktuelle Sanierungsbedarf hoch. Dank der Bundesfördermittel kann die Johanniskirche nun nachhaltig vor dem Verfall gerettet werden und in neuem Glanz erstrahlen.

© Jens Koeppen